Marie

Am 15. Februar 2021 veränderte ein schweres Unglück Maries Leben für immer: Die damals fünfjährige Marie aus Nord-Mauretanien wurde Opfer einer Gasexplosion, die 35 % ihrer Haut schwer verbrannte. In ihrer Heimatstadt Nouadhibou erhielt sie lediglich Jodlösung, keine Schmerzmittel, keine Intensivbehandlung. Drei Monate musste sie mit den offenen Wunden ausharren, ihre Familie auf das Schlimmste vorbereitet.

Ihr Vater Boubacar verkaufte schließlich das Haus und fuhr mit seiner Tochter über 1.000 Kilometer durch die Wüste nach Senegal. Doch auch dort war die Behandlung nicht ausreichend. Eine Hauttransplantation misslang, Infektionen und starke Schmerzen bestimmten Maries Alltag. Sie schlief auf einer Plastikfolie, weil ihre Wunden sonst festklebten.

Im Oktober 2021 verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch. Wir brachten sie zunächst in eine Klinik in Dakar, später nach M’Bour, wo sie täglich versorgt werden konnte. Gleichzeitig begannen wir, nach einer Lösung in Europa zu suchen. Ende 2021 erklärte sich die Kölner Universitätsklinik bereit, Marie für rund 50.000 € zu behandeln. Dank Spenden von Organisationen wie „Ein Herz für Kinder“, der Uwe-Seeler-Stiftung und weiteren Partnern konnte die Summe fast vollständig gedeckt werden.

Nach langwierigen Visa-Verfahren und bürokratischen Hürden erhielten Marie und ihr Vater im Dezember 2021 endlich die Einreisegenehmigung. Im Januar 2022 flogen sie nach Deutschland. In Köln folgten sofort intensive Behandlungen: zahlreiche Operationen, Hauttransplantationen, mehrere Wochen Intensivstation und sogar ein künstliches Koma. Maries Vater wich ihr dabei nie von der Seite.

Nach 3,5 Monaten konnte Marie im Februar 2022 entlassen werden – doch die Behandlung war längst nicht abgeschlossen. Weitere Operationen, Physiotherapie und spezielle Kompressionsanzüge sind notwendig, um ihr ein bewegliches, schmerzfreies Leben zu ermöglichen.

Ein zusätzliches Kapitel der Belastung begann mit rechtlichen Problemen: Die Ausländerbehörde wies Marie und ihren Vater zunächst zur Ausreise an, ohne ihre Krankheit zu berücksichtigen. Erst durch juristische Schritte konnte ein Bleiberecht erreicht werden, sodass Maries Therapie in Hamburg fortgesetzt werden kann. Dort lebt sie nun mit ihrem Vater und erhält Nachsorge im Altonaer Kinderkrankenhaus und besucht die Schule. Mittlerweile spricht sie fließend Deutsch und sie konnte sogar mittlerweile ihre Familie in Mauretanien besuchen. 

Adja

Adja litt an T-Zell-ALL, einer aggressiven Form der akuten lymphatischen Leukämie. Nach einer Chemotherapie erlitt sie früh einen Rückfall und wurde zur Palliativpatientin. Trotz Kontakt zu Spezialisten in Europa bestätigte sich die Einschätzung: ihre Überlebenschancen waren extrem gering.

Besonders schwer war, dass es selbst an ausreichender Schmerzmedikation mangelte. Wir versuchten das Mädchen so lange es ging palliativ zu versorgen. Am 4. November 2021 verstarb Adja im Alter von nur wenigen Jahren. Wir begleiten ihre Familie weiterhin finanziell, um sie bei den wirtschaftlichen Folgen der Krankheit zu entlasten.

 

Da die beschaffung von Schmerzmedikamenten sehr aufwendig war, beschlossen wir nach diesem Fall, unsere eigene Apotheke aufzusetzen, um Kin der im Palliativen Fall ausreichend mit Medikamenten versorgen zu könne. Die Idee für unsere solidarische Apotheke war geboren. 

Mouhamadou

Mouhamadou aus Senegal wurde mit einem schweren Herzfehler geboren und konnte kaum das Haus verlassen. Eine Operation war im Land nicht möglich, wir unterstützten ihn daher mit Medikamenten und der Versorgung seiner Familie. 2021 erhielt er dank einer französischen Hilfsorganisation die Chance auf eine Operation in Paris – erfolgreich und lebensrettend. Heute ist er gesund, geht zur Schule und genießt endlich eine unbeschwerte Kindheit.

#ichhelfeseye

Ndeye Seye ist 19 Jahre alt und kommt aus Touba im Senegal. Seit Jahren litt sie unter einem schmerzhaften Tumor im Unterkiefer. In Dakar konnten Ärzte nur feststellen, dass in Senegal keine Heilung möglich war.

Durch große Spendenbereitschaft in ihrer Heimat und die Unterstützung unserer Initiative wurde ein Behandlungsplatz in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Klinik Ludwigshafen organisiert. Nach vielen Hürden, auch bei der Finanzierung und der Visumserteilung, konnte Seye im Dezember 2019 nach Deutschland reisen.

Am 12. Dezember 2019 fand die komplizierte Operation statt: Ihr gesamter Unterkiefer musste entfernt und rekonstruiert werden. Nach einer intensiven Behandlung und mehreren Wochen im Krankenhaus zeigte sich ein beeindruckender Heilungsverlauf. Schritt für Schritt konnte Seye wieder essen, sprechen und neue Lebensfreude gewinnen.

Im Januar 2020 wurde sie schließlich gesund entlassen und kehrte zusammen mit ihrer Mutter nach Senegal zurück.
Ihr Weg zeigt, was möglich wird, wenn viele Menschen gemeinsam helfen – und wie aus Hoffnung Realität werden kann.

 

 

 

 

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